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1955 wurden in Karl-Marx-Stadt die beiden Sportclubs SC Wismut (Straßenfahrer) und SC Motor (Bahnfahrer) gegründet. Sie gingen aus der BSG Wismut und der BSG Motor Diamant hervor. 1963 vereinigten sich diese beiden Sportclubs zum SC Karl-Marx-Stadt.

 

Bekannte Straßenfahrer waren z.B. Bernhard Trefflich, Lothar Meister I und II, Helmut Stolper, Johannes Schober, Hans Seidel, Siegfried Huster, Bernd Patzig, Peter Härtel, Dieter Voigtländer, Wolfgang Lötzsch, Joachim Vogel und Lutz Lötzsch. Dies setzte sich auf der Bahn mit den Bahradsportlern Hans Kunze, Helmut Lehmann, Werner Gröger, Günter Auerswald, Dieter Thoß, Karl Kaminski, Peter Schindler, Kurt Hanisch, Frank Niklitsch, Karl-Heinz Zinke, Rainer Marx, Karl Richter, Bernd Junge, Rudi Franz, Werner Richter, Manfred Ulbricht, Jürgen Schröder, Lutz Lötzsch, Mathias Wiegand, Andreas Neuer, Harald Wolf, Mario Hernig oder Michael Hübner sowie Jens Fiedler fort.

 

In den 1990er Jahren waren unsere bekanntesten Sportler neben Fiedler und Hübner Marco Seidel, Ray Donath, Alexander Hübner, Romy Richter, Marcus Burghardt, Christian Kux, Jaqueline Brabanetz und Jana Brabanetz.

Zu den aktuellen lesitungsstärksten Radrennsportlern Deutschlands gehören Carsten Bergemann, Christin Muche, Joachim Eilers, Sascha Hübner und Stefan Bötticher - alle Kurzzeitspezialisten.

Die meisten Rennfahrer waren bzw. sind Mitglieder von Nationalmannschaften des Bahn- und Straßenradsports. Bis zur politischen Wende 1989/1990 und danach erzielten diese Sportler viele internationale und nationale Erfolge:


Olympische Spiele                  9 Medaillen

Weltmeisterschaften            33 Medaillen

Weltcup/Europacup              15 Medaillen

Gesamt                                  57 Medaillen


Die Radballer Martin / Degenkolb holten 1958 für den damaligen DRSV den ersten Weltmeistertitel. Gerhard Blotny wurde im Einerkunstfahren ebenfalls Weltmeister. Im gleichen Jahr errang Lothar Meister I mit Schrittmacher Horst Aurich den Weltmeistertitel im Stehersport. Die herausragendsten Erfolge erzielten die Sprinter Michael Hübner 7 mal Weltmeister im Sprint, Keirin und Teamsprint - Jens Fiedler 5 mal Weltmeister und dreimaliger Olympiasieger im Sprint und Teamsprint.

 

Mit der Vierermannschaft im Bahnradsport wurde Mathias Wiegand zwei Mal Weltmeister und ein Mal Vizeweltmeister. Herbert Richter errang ebenfalls mit der Vierermannschaft drei Mal Silber bei Weltmeisterschaften. Manfred Ulbricht und Mario Hernig glänzten mit Medaillenplätzen bei Weltmeisterschaften in der Einzel- und Mannschaftsverfolgung. Harald Wollf wurde 1980 bei den Olympischen Spielen in Moskau Vierter in der Einerverfolgung.

 

Zahlreiche nationale Meistertitel ergänzten die sehr guten internationalen Ergebnisse bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Länderkämpfen und Weltcups. Der Chemnitzer Radsport kann stolz auf die errichten Ergebnisse der Vergangenheit sein. Entscheidenden Anteil an der erziehlten Bilanz haben viele Trainer und Übungsleiter wie Helmut Lohse, Willy Gruß, Paul Tennler, Werner Marschner, Werner Fritzsche, Werner Tennigkeit, Roland Kaiser, Roland Krause, Siegfried Möckel, Rudi Franz, Peter Philipp, Karsten Schmalfuß und in der jüngsten Vergangenheit Ralph Müller und Bert Dressel. Unvergessen sind auch für die Organisation des Chemnitzer Leistungssports Verantwortlichen Helmut Wechsler, Andrea Franz und Steffen Otto sowie die vielen ehrenamtlichen Übungsleitern in den Trainingszentren bzw. jetzt Talentstützpunkten in der Chemnitzer Region.


Leider musste der Nachfolger des SC Karl-Marx-Stadt, der Chemnitzer Sportclub, 1994 Konkurs anmelden. Um den Radsport in unserer Sektion weiter zu erhalten, beschloss die damalige Sektionsleitung, sich dem Chemnitzer Polizeisportverein anzuschließen. Wir sind dem Präsidium des CPSV sehr dankbar, dass sie uns in dieser schweren Zeit ohne Vorbehalte aufgenommen haben. Eine neue Sektionsleitung unter dem Vorsitz von Peter Donath nahm unverzüglich die Arbeit auf. Aktuell arbeiten 3 Trainer des CPSV – Ralph Müller, Bert Dressel, Andreas Hirschligau – neben Steffen Haslinger am Leistungsstützpunkt Radsport in Chemnitz. Den Anschluß an die Weltspitze haben unter der Leitung von Ralph Müller die Kurzzeitsportler des CPSV und des Stützpunktes erreicht. Große Anstrengungen müssen im Ausdauerbereich Bahn und Straße unternommen werden, um an die Traditionen des Radsport in diesen Disziplinen wieder anknüpfen zu können.

 

Die Erfolgsbilanz der jüngsten Vergangenheit kann sich ebenfalls sehen lassen. Junge Straßenradsportler wie Marcus Burghardt und Christian Kux fahren in renomierten Profimannschaften. Christin Muche, Carsten Bergemann, Joachim Eilers, Sascha Hübner erreichten sehr gute Ergebnisse bei internationalen und nationalen Wettkämpfen. Der Junior Stefan Bötticher schickt sich an, in die Fußstapfen seiner berühmten Vorgänger Hübner und Fiedler zu treten.

 

In den Jahren nach der Wende organisierte die Sektion mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern viele national und international anerkannte Wettkämpfe wie z.B.:

11 Maienpreise im Stehersport

6   Olympia- und Weltmeisterschaftsrevanchen

7   Deutschlandcups der Steher

1993 die Deutsche Stehermeisterschaft

2000 die Europameisterschaft der Steher

2001 Deutsche Bahnmeisterschaften in allen olympischen Disziplinen

seit 1995 die Erzgebirgs-Rundfahrt in ununterbrochener Folge bis 2010, wobei diese 2004 und 2006 als Deutsche

Meisterschaften   Männer / U23 zur Austragung kam

 

Vom 24. – 28.März finden in Kopenhagen die Bahnradweltmeisterschaften 2010 statt. Mit Carsten Bergemann, Christin Muche und Joachim Eilers stellt der CPSV drei Renner mit guten Aussichten auf Medaillen im Kurzzeitbereich. Wir wünschen allen Dreien und ihrem Trainer Ralph Müller alles Gute und vor allem ein sehr gutes Abschneiden für die Sektion, die Stadt Chemnitz und den Chemnitzer Polizeisportverein e.V. im 90. Jahr seines Bestehens.